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mp3 – eine Erfindung die Musikgeschichte schreibt ! ? PDF Print E-mail
 

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By: Richard Graf, on 18.04.2008

Published in : >> teacher-articles


von Richard Graf

1992 wurde das mp3-Format erfunden, was zu einer Revolution ungeahnten Ausmaßes führte. MP3 ist die Abkürzung für Moving Picture Expert Group (MPEG) 1.0 Layer 3 und wurde am deutschen Fraunhofer-Institut entwickelt. Diese Technik ermöglicht es, digitalisierte Musik in „komprimierter“ Form mit relativ geringen Klang-Einbußen zu speichern.

Die Idee:
Bei der mp3-Datenreduktion werden all jene Klänge bzw. Toninformationen weggelassen, die nicht bewusst wahrgenommen werden können. Neueste Erkenntnisse der Psychoakustik haben dies ermöglicht. Der wichtigste dabei genutzte Effekt heißt „Maskierung“. Das bedeutet, dass z.B. leise Toninformationen, die in ähnliche Frequenzbereichen liegen, von lauteren Tonereignissen überlagert werden. Oder: Leise Töne werden vor oder nach einem lauten Klang verdeckt. Diese maskierten Klangereignisse werden technisch gesehen nicht vollständig weggelassen, aber mit einer reduzierten Bit-Rate (Auflösung) gespeichert, was einer Datenreduktion gleichkommt, d.h. alle im Augenblick wichtigen Klangelemente werden präzis wiedergegeben, während die „unwichtigen“ nur angedeutet bzw. reduziert werden. Es wird nur ca. 1/10 des ursprünglichen Speicherplatzes benötigt, was bei einer Minute Musik (Stereo) etwa 1 MB Speicher im Verhältnis zu unkomprimierten 10 MB bedeutet.

Rechtliche/wirtschaftliche Probleme:
Diese Datenreduktion führte schließlich zu einer enormen Verbreitung des Formates mp3 über das Internet. Als nämlich Ende der 1990er Jahre das Internet den ersten Höhepunkt erreichte, kam es zu einem „Hype“, der die Plattenindustrie wachrüttelte bzw. erschütterte. Der Austausch von mp3-Musik war durch die relativ geringe Datengröße über das Internet erstmals mit geringem Aufwand weltweit möglich und führte zu regem, großteils illegalem Tauschhandel, der zu großen Einbrüchen bei den Verkäufen von CDs führte. Denn erstmals war es möglich, einen Song von 4 Minuten (= ca. 4 MB) auch per mail zu versenden bzw. in Tauschbörsen zu verbreiten. Das dies rechtlich problematisch bzw. illegal ist und für die CD-Industrie teilweise katastrophale Folgen hatte, ist leicht nachvollziehbar. Erst ab ca. 2002 erkannten auch große Plattenfirmen das Potenzial für den eigenen Vertrieb zu nutzen und gründeten mp3-Online-Stores, die gegen Entgelt Musik zum legalen Download anbieten (iTunes Music Store, Napster,...)

Erstellen eigener mp3-Files und Urheberrecht:
Eine legale Anwendung von mp3 stellt das Konvertieren selbst gekaufter CDs dar. Diese dürfen in mp3-Daten umgewandelt werden und auch am eigenen mp3-Player abgespielt werden. Die Weitergabe ist NICHT rechtmäßig und entspricht einer Verletzung des Urheberrechts.

Konvertieren:

Am einfachsten funktioniert das Umwandeln (= Enkodieren) einer CD in mp3 mit Programmen wie iTunes. Diese Software kann gratis von der Website www.apple.com geladen und auf dem eigenen Computer installiert werden. Nach dem Einlegen der CD wird sogar die Titelliste mit Namen angezeigt und mit einem Knopfdruck kann die CD konvertiert werden und wird dann auf der Festplatte gespeichert.

© Richard Graf — März 2008 — www.richardgraf.com






   
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